Schloss Marienburg Marathon 2018 (Jan Schlusnus)

Leben ist, was uns zustösst, während wir uns etwas ganz anderes vorgenommen haben. Dieses geflügelte Zitat von Henry Miller umschreibt doch ganz gut, was mit langfristig gesetzten Plänen und Strukturen üblicherweise passiert. Schon vor einigen Monaten war für mich die Entscheidung gefallen, dass ich mich in meinen jungen Jahren noch etwas auf meine Bestzeiten auf der Kurzstrecke konzentrieren möchte und ich mich hierfür aus dem Laufen auf der Langstrecke vorerst zurückziehe. Der Berlin-Marathon 2018 sollte mein letzter Marathon sein. Und obwohl der Plan lange fest stand, kam es anders… nach dem Berlin-Marathon übernahmen Arbeit und Erkältungen das Ruder und das bisher so erfolgreiche, schöne Laufjahr schien kein schönes Ende nehmen zu wollen. Ein paar Wochen vor dem Zehn-Kilometer-Lauf in Oldenburg – der lang ersehnte erste Versuch meine Bestzeit zu knacken – schüttelte mich eine hartnäckige Erkältung und die Bestzeit  schien mir in unerreichbarer Ferne. Um die Saison nicht mit einer Enttäuschung abzuschließen und um noch einmal an einem schönen Schlusnus-Langstreckenlauf teilzunehmen, meldeten Papa und ich uns zum Schloss Marienburg Marathon 2018 an.

Zwischen der Anmeldung zum Lauf und der Veranstaltung selbst blieb meine Zeit zum Trainieren leider weiter rar. Und ehe ich mich versah, war das Marathon-Wochenende auch schon da. Große Vorfreude mischte sich mit einer gewissen Dosis Skepsis: bin ich noch oder schon wieder fit genug?

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14. swb-Marathon Bremen (Max Schlusnus)

Nix geht, alles läuft. Das ist das Motto des Bremer Marathons. Dieses Motto haben Papa und ich uns zu Herzen genommen und uns für den Marathon angemeldet.

Nachdem es beim Hannover Marathon im April zu Rekordtemperaturen kam und uns das sehr zu schaffen machte, hat Papa sehr bald danach entschieden, dass er in Bremen noch einmal einen schnellen Marathon laufen wolle. Ich habe auch direkt gesagt, dass ich mitlaufe, aber ich war mir mit der Zielsetzung noch etwas unsicher. Laufe ich auch nochmal einen schnellen Marathon (in Hannover bin ich meine persönliche Bestzeit von 3:32:10 Std gelaufen), laufe ich entspannt oder laufe ich mit Papa mit?

Nach längerem Überlegen entschied ich mich schnell zu laufen! Doch welche Zeit peile ich an? Ich dachte mir so: „Ach, komm‘ Max, wenn du schneller werden willst, musst du deine Ziele auch dementsprechend formulieren!“ Ich entschied mich, auf eine 3:20:00 Std zu trainieren. „14. swb-Marathon Bremen (Max Schlusnus)“ weiterlesen

BMW Berlin-Marathon 2018 (Jan Schlusnus)

Lange ist’s her, dass ich mich für diesen Lauf angemeldet habe: am 18. Oktober 2017 animierte mich eine Lauffreundin, mein Losglück beim Berlin-Marathon 2018 zu versuchen. An diesem Tag war ich noch Marathon-unerfahren und dachte: „Warum eigentlich nicht? Einmal sollte man doch an so einer Großveranstaltung teilgenommen haben…“ Von der spontanen Entscheidung bis zum absolvierten Lauf ist’s ein fast elf Monate dauernder Weg. Aber nun ist es geschafft und ich kann von der bisher größten Laufveranstaltung meines Läuferlebens berichten: „BMW Berlin-Marathon 2018 (Jan Schlusnus)“ weiterlesen

Die Harzquerung 2018: Ein Lauf in und durch das Glück!

Ein altes chinesisches Sprichwort lautet:

Willst du einen Tag lang glücklich sein, betrinke dich!
Willst du eine Woche lang glücklich sein, verliebe dich!
Willst du ein Leben lang glücklich sein, heirate eine Gärtnerin!

Zu meinem Glück habe ich dieses Sprichwort früh genug kennengelernt: Ich habe mich in eine Gärtnerin verliebt und sie geheiratet. Das war vor 30 Jahren, und das Glück besteht.

Aber hier geht es ums Laufen – ums Ultralaufen. Und nach dem Erlebnis der Harzquerung am 28. April 2018 erlaube ich mir, das Sprichwort läuferisch ein wenig umzuwandeln:

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38. AOK-Winterlaufserie Bremen – Lauf zwei (Max Schlusnus)

Es ist Sonntag, der 04. Februar 2018. Endlich geht das neue Jahr voller Wettkämpfe auch für mich los. Nachdem ich an dem ersten Lauf der Bremer Winterlaufserie im Januar nicht teilnehmen konnte, freut mich das heutige Ereignis umso mehr. Die Serie besteht aus drei Läufen, die sich auf den Zeitraum von Januar bis März erstrecken. Man kann zwischen der kleinen und der großen Serie, aber auch zwischen Einzelläufen verschiedener Distanzen wählen. Bei der kleinen Serie sind drei 10-km-Läufe angesetzt. Wählt man die große Serie, so steht im Januar ein 10-km-Lauf an, gefolgt von 15 km im Februar und 20 km im März.

Papa, Jan und ich sind (natürlich) für die große Serie angemeldet. „38. AOK-Winterlaufserie Bremen – Lauf zwei (Max Schlusnus)“ weiterlesen

Nicht von dieser Welt (Jan Schlusnus)

Kennt Ihr das? Die Marathon-Vorvorbereitung neigt sich dem Ende zu und die richtige Vorbereitung steht kurz bevor. Man läuft und läuft, aber so recht wissen, was man im Blog erzählen soll, tut man nicht. Während der langen Trainingsläufe am Wochenende passiert natürlich eine ganze Menge, aber erzählenswert ist das nicht unbedingt. Kurz habe ich überlegt, ob ich auf meine Ausbildung zurückgreifen muss. Als gelernter Bankkaufmann darf ich nämlich auf einige phänomenalen Vorteile und Stärken zurückgreifen: einerseits haben wir Bankkaufleute das Recht, selbst bei simpelsten Rechenaufgaben wie „7 + 8“ den Taschenrechner zu Rate zu ziehen. Weiterhin – und das ist entscheidend – lernten wir in drei Jahren, Gesprächspausen geschickt mit ausgeschmückten Lappalien zu füllen. Selbstverständlich haben wir in der Ausbildung weit mehr gelernt und die Reduktion des Berufs auf diese zwei Attribute klingt vielleicht ein bisschen fies den Bankkaufleuten gegenüber, ist aber überhaupt nicht so gemeint. Auf meine Ausbildung und die in dieser Zeit angehäufte Erfahrung bin ich sehr stolz. Und die Fähigkeit, bei jeder Gelegenheit gescheit zu palavern, leistet mir immer wieder gute Dienste.

Und doch muss ich in dieser wenig aufregenden Zeit nicht auf die Kraft des Sabbelns zurückgreifen. Denn in der letzten Woche absolvierten wir einen der eigentlich „unspektakulären“ Trainingsläufe, der rückblickend betrachtet tatsächlich diverse Rekorde bricht. „Nicht von dieser Welt (Jan Schlusnus)“ weiterlesen

Der Weseruferpark bei Nacht (Jan Schlusnus)

Als (angehender) Langstrecken-Läufer muss man sich manchen Menschen gegenüber manchmal rechtfertigen, was der Antrieb zum Laufen solcher Distanzen ist. „Laufen ist doch furchtbar langweilig!“, bekommt man in solchen Gesprächen immer wieder aufgetischt… Auf die ganze Diskussion möchte ich gar nicht eingehen. Ich liefer‘ heute den Beweis, dass Laufen und Läufer keineswegs langweilig sind.

20180111-Hundejagd-Strecke
… was zur Hölle?!

Schaut man sich diesen Streckenverlauf an, fragt man sich wahrscheinlich zwangsläufig: „Was ist denn nun wieder in Jan gefahren?!“ Um das vorweg zu nehmen: nein, ich bin nicht auf Drogen Laufen gewesen. Nein, mich hat unterwegs nicht die Langeweile gepackt. Nein, quer über die Wiese in merkwürdigen Schleifen und mit kleinen Haken zu spurten ist nicht Teil meines Trainingsplans.

Wahrscheinlich finden nicht alle Beteiligten diese Geschichte so lustig wie ich, aber ich erzähle sie Euch trotzdem. Die Geschichte ist temporeich und handelt von Hilfsbereitschaft, Verspieltheit, Verzweiflung und einem furiosen finalen Ringkampf mit einem hartnäckigen Widersacher. Das passt nicht zusammen? Oh doch, ich beweise es Euch: „Der Weseruferpark bei Nacht (Jan Schlusnus)“ weiterlesen