Deutsche Post Marathon Bonn 2019 (Max Schlusnus)

Nachdem das letzte Jahr für mich lauftechnisch sehr positiv verlief und mein Bruder Jan nach Bonn gezogen ist, kam schnell die Frage auf, ob wir dort nicht beim Deutsche Post Marathon laufen sollten? Nach kurzem Hin und Her kamen wir zu dem Entschluss dort im April zu starten. Wir, das sind dieses Mal Jan, Heike und meine Wenigkeit. Der Rest der Lauffreunde-Truppe begleitete uns zu einem Familien-Lauf-Wochenende.

Ich habe für mich schnell festgelegt, dass ich so schnell wie möglich laufen möchte und das, obwohl die letzten beiden Frühjahrsmarathons (Hannover 2017 und Hannover 2018) aufgrund von Rekordtemperaturen ziemlich in die Hose gingen.

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Die Sollingquerung 2018 oder: Irgendwann muss jeder mal nach Dassel!

Am Sonnabend, den 3. November 2019, fand die 8. Sollingquerung statt: ein 48 km langer Ultralauf von Bad Karlshafen nach Dassel. Und Max und ich waren dabei. Jan war beruflich in Österreich, hatte ja aber ohnehin schon nach der Harzquerung angekündigt, dass er sich künftig auf die kürzeren Distanzen konzentrieren will.

Eigentlich wollten wir an diesem Lauf schon 2017 teilgenommen haben, aber als wir uns zur Anmeldung entschlossen, war er doch tatsächlich ausgebucht. So ist das mittlerweile in der Ultralaufszene: Gerade die eher kleinen und familiären Läufe sind sehr schnell belegt, und das wundert ja auch niemanden, der feststellt, wie groß das Interesse an den Ultralaufdistanzen geworden ist. 1000 Läufer bei der Harzquerung und über 1800 beim Rennsteiglauf sprechen da schon eine sehr deutliche Sprache. „Die Sollingquerung 2018 oder: Irgendwann muss jeder mal nach Dassel!“ weiterlesen

Vom Träumen (Jan Schlusnus)

Kennt ihr das? Man schlendert gemütlich durch die Welt, schaut verträumt um sich und irgendwann rumpelt ein Gedanke ins Geschehen. So ein Gedanke beginnt gerne mit „Wäre es nicht total abgefahren, wenn ich…“ und wird gefolgt von einer Tätigkeit, die oft so gar nicht alltäglich ist. Bei mir war das vor ein paar Jahren der Fall, als ich vom beschaulichen Dörfchen Stuckenborstel nach Bremen zog. Damals radelte ich erstmals quer durch Bremen über Borgfeld und Fischerhude durch die Wümme-Wiesen bis nach Stuckenborstel. Etwa 40 Kilometer beträgt die Strecke und ich dachte so bei mir: „Wäre es nicht total abgefahren, wenn ich die Strecke mal laufe?“

Zu diesem Zeitpunkt entstand ein Traum, den ich immer brav mit mir herum getragen habe. Bis ich am 04. August feststellte: am 16. September 2018 laufe ich meinen vorerst letzten Marathon. Danach möchte ich mich auf die Kurzstrecke über fünf und zehn Kilometer konzentrieren und sehen, wie weit ich meine Bestzeit drücken kann. Bis auf Weiteres ist die jetzige Marathon-Vorbereitung also die letzte. Wer weiß, wo ich lebe, wenn ich die Nase voll habe vom Rennen auf der Kurzstrecke. Möglicherweise nicht mehr in so wunderbarer Laufreichweite nach Stuckenborstel. Also tat ich, was zu tun war: ich arrangierte kurzfristig alles Notwendige, um am 05. August meinen Trainingslauf auf der Radstrecke Bremen – Stucki zu laufen. „Vom Träumen (Jan Schlusnus)“ weiterlesen

Meine Vorbereitung auf Biel – Teil 1: Das Selbst-Experiment, 3. Tag (Jürgen Schlusnus)

Sonnabend, den 12.05.2018

Heute startet der dritte Marathon in drei Tagen. Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie sich das anfühlt, in der Nacht zu laufen, habe ich mir vorgenommen, einmal in der Vorbereitung einen langen Lauf zur Startzeit um 22 Uhr zu beginnen. Was man so alles liest! Dass nachts so viel passieren kann: Ungewohnte Geräusche, reflektierende Raubtieraugenpaare, ja sogar von Depressionen war die Rede, die aufkommen können. „Meine Vorbereitung auf Biel – Teil 1: Das Selbst-Experiment, 3. Tag (Jürgen Schlusnus)“ weiterlesen

Meine Vorbereitung auf Biel – Teil 1: Das Selbst-Experiment, 2. Tag (Jürgen Schlusnus)

Tag 2: Freitag, 11.05.2018)

Freitags muss ich nur bis 12 Uhr arbeiten. Schnell auf dem Fahrrad nach Hause, etwas essen, den Trinkrucksack bestücken und kurz ausruhen, damit es zwei Stunden nach dem Essen losgehen kann. Geplant habe ich die gleiche Runde wie gestern – diesmal allein, weil Max keine Zeit hat. Und den Fritz, unseren Laufhund, lasse ich auch lieber zu Hause, denn es ist wieder recht warm und sonnig, und das ist so recht nichts für ihn, zumal ich ja Last habe, die für mich gedachten Getränke vernünftig einzuteilen. Da kann ich nicht noch für ihn seinen Napf und zusätzliches Wasser mitnehmen …

Um 14.39 Uhr starte ich. „Meine Vorbereitung auf Biel – Teil 1: Das Selbst-Experiment, 2. Tag (Jürgen Schlusnus)“ weiterlesen

Meine Vorbereitung auf Biel – Teil 1: Das Selbst-Experiment, 1. Tag (Jürgen Schlusnus)

Am Freitag, den 08.06.2018, um 22 Uhr startet der 100 km-Lauf in Biel. Dafür bin ich seit Ende letzten Jahres angemeldet. Schon recht bald nach meinem ersten Wettkampf-Hunderter im Oktober 2017 (Taubertal 100) hatte ich für mich entschieden, den nächsten in Biel zu laufen. Man weiß das ja: „Irgendwann musst Du nach Biel!“ Und die 60. Auflage scheint doch ein ganz guter Anlass zu sein, im Mekka der Ultraläufer an den Start zu gehen.

Ursprünglich sah die Planung meines Trainings für 2018 so aus, „Meine Vorbereitung auf Biel – Teil 1: Das Selbst-Experiment, 1. Tag (Jürgen Schlusnus)“ weiterlesen

Die Woche des Marathons (Jan Schlusnus)

Es ist soweit. Die Wettkampf-Woche hat begonnen. Am Sonntag um 09:15 Uhr geht’s rund: wir drei Schlusnus-Männer stehen an der Start-Linie in Hannover und bestreiten den ersten Marathon-Wettkampf des Jahres. Nach zehn Wochen Vor-Vorbereitung und sechs Wochen Intensiv-Vorbereitung steigen nun – zumindest was mich betrifft – Vorfreude und Aufregung in gleichem Maße. Immerhin stecken in den letzten vier Monaten nicht nur eine Menge Trainingszeit und mehr Höhen und Tiefen, als ich es mir hätte Ausmalen können; es flossen auch eine Menge Schweiß, ein bisschen Blut und vielleicht auch ein oder zwei sportlich-männliche Tränen.

Haben sich die Mühen und Entbehrungen gelohnt? Das lässt sich im Vorfeld kaum vorhersagen. Erst der Sonntag kann wirklich zeigen, was all das Training gebracht hat. Der letzte Intensiv-Trainingslauf am 24. März 2018 hat mich aber unverhofft weitere Zuversicht tanken lassen. An jenem Sonnabend liefen Jürgen, Max, Fritz und ich 35 Kilometer mit sage und schreibe 15 Kilometern Endbeschleunigung! „Die Woche des Marathons (Jan Schlusnus)“ weiterlesen

Nicht von dieser Welt (Jan Schlusnus)

Kennt Ihr das? Die Marathon-Vorvorbereitung neigt sich dem Ende zu und die richtige Vorbereitung steht kurz bevor. Man läuft und läuft, aber so recht wissen, was man im Blog erzählen soll, tut man nicht. Während der langen Trainingsläufe am Wochenende passiert natürlich eine ganze Menge, aber erzählenswert ist das nicht unbedingt. Kurz habe ich überlegt, ob ich auf meine Ausbildung zurückgreifen muss. Als gelernter Bankkaufmann darf ich nämlich auf einige phänomenalen Vorteile und Stärken zurückgreifen: einerseits haben wir Bankkaufleute das Recht, selbst bei simpelsten Rechenaufgaben wie „7 + 8“ den Taschenrechner zu Rate zu ziehen. Weiterhin – und das ist entscheidend – lernten wir in drei Jahren, Gesprächspausen geschickt mit ausgeschmückten Lappalien zu füllen. Selbstverständlich haben wir in der Ausbildung weit mehr gelernt und die Reduktion des Berufs auf diese zwei Attribute klingt vielleicht ein bisschen fies den Bankkaufleuten gegenüber, ist aber überhaupt nicht so gemeint. Auf meine Ausbildung und die in dieser Zeit angehäufte Erfahrung bin ich sehr stolz. Und die Fähigkeit, bei jeder Gelegenheit gescheit zu palavern, leistet mir immer wieder gute Dienste.

Und doch muss ich in dieser wenig aufregenden Zeit nicht auf die Kraft des Sabbelns zurückgreifen. Denn in der letzten Woche absolvierten wir einen der eigentlich „unspektakulären“ Trainingsläufe, der rückblickend betrachtet tatsächlich diverse Rekorde bricht. „Nicht von dieser Welt (Jan Schlusnus)“ weiterlesen

Der Weseruferpark bei Nacht (Jan Schlusnus)

Als (angehender) Langstrecken-Läufer muss man sich manchen Menschen gegenüber manchmal rechtfertigen, was der Antrieb zum Laufen solcher Distanzen ist. „Laufen ist doch furchtbar langweilig!“, bekommt man in solchen Gesprächen immer wieder aufgetischt… Auf die ganze Diskussion möchte ich gar nicht eingehen. Ich liefer‘ heute den Beweis, dass Laufen und Läufer keineswegs langweilig sind.

20180111-Hundejagd-Strecke
… was zur Hölle?!

Schaut man sich diesen Streckenverlauf an, fragt man sich wahrscheinlich zwangsläufig: „Was ist denn nun wieder in Jan gefahren?!“ Um das vorweg zu nehmen: nein, ich bin nicht auf Drogen Laufen gewesen. Nein, mich hat unterwegs nicht die Langeweile gepackt. Nein, quer über die Wiese in merkwürdigen Schleifen und mit kleinen Haken zu spurten ist nicht Teil meines Trainingsplans.

Wahrscheinlich finden nicht alle Beteiligten diese Geschichte so lustig wie ich, aber ich erzähle sie Euch trotzdem. Die Geschichte ist temporeich und handelt von Hilfsbereitschaft, Verspieltheit, Verzweiflung und einem furiosen finalen Ringkampf mit einem hartnäckigen Widersacher. Das passt nicht zusammen? Oh doch, ich beweise es Euch: „Der Weseruferpark bei Nacht (Jan Schlusnus)“ weiterlesen

Jahresrückblick 2017 (Jan Schlusnus)

Der Silvester-Lauf ist absolviert, das Laufjahr ist vorüber. Wir Schlusnüsse blicken zurück auf ein ereignisreiches Jahr mit allem, was dazu gehört: Höhen, Tiefen, Schmerzen, vielen Herausforderungen, sehr vielen Wettkämpfen, tollen Bekanntschaften, einer Menge Training und einem riesigen Haufen neuer Träume und Ziele für das nächste Jahr. „Jahresrückblick 2017 (Jan Schlusnus)“ weiterlesen